Herz-Kreislauferkrankungen
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Herz-Kreislauferkrankungen
Der Begriff Herz-Kreislauferkrankung umfasst prinzipiell alle Erkrankungen des Herzens und des Blutkreislaufes – unabhängig ob diese angeboren oder erworben wurden. Nachfolgend wird die begriffliche Bestimmung der ICD (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, Kapitel IX) verwendet. Bei dieser Begriffsbestimmung sind z.B. angeborene Herzfehler oder Gefäßmissbildungen nicht berücksichtigt.
Nach der ICD werden die Krankheitsbilder wie folgt unterteilt:
- Akutes rheumatisches Fieber, das durch eine Streptokokkeninfektion ausgelöst wird und in der Folge unter anderem zu einem Herzklappenfehler führen kann.
- Chronische rheumatische Herzkrankheiten, die die Entzündung der Herzinnenhaut (Endokard) und in der Folge der Herzklappen einschließen. Dabei kann besonders die Mitralklappe (verbindet den linken Vorhof mit der linken Herzkammer) verengt sein, was zu einer unzureichenden Füllung der linken Herzkammer führt.
- Bluthochdruck (Hypertonie)
- Ischämische Herzkrankheiten, die eine Verringerung oder eine Unterbrechung der Sauerstoffversorgung des Herzmuskels beschreiben. Eine Verringerung der Sauerstoffversorgung entsteht durch die Verengung der Herzkranzgefäße durch Arteriosklerose. Eine Unterbrechung durch die Verstopfung einer Arterie (Herzinfarkt) mit einem Blutgerinnsel.
- Cor Pulmonale (Lungenherz), bei dem das Herz druckbelastet ist, da es einen erhöhten Druckwiderstand der Lungen zu überwinden hat. Dieser Widerstand kann unterschiedliche Ursachen haben (Lungenembolie, chronische Bronchitis, „Raucherlunge“, Schistosomiasis (Wurmerkrankung) etc.).
- Sonstige Herzkrankheiten, die die Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis), der Herzinnenhaut (Endokarditis) und der nichtrheumatischen Herzklappenfehler umfassen.
- Zerebrovaskuläre Krankheiten, zu deren bekanntesten und häufigsten Erkrankung der Schlaganfall zählt. Dabei unterscheidet man den ischämischen Hirninfarkt mit einer Mangeldurchblutung von Hirnregionen durch Gefäßverstopfung von der intrazerebralen Hirnblutung, die durch das Platzen eines Gefäßes entsteht und das Hirngewebe räumlich einengt.
- Krankheiten der Arterien, zu deren häufigstem Vertreter die arterielle Verschlusskrankheit zählt. Da diese Erkrankung meist die die Beine versorgenden Arterien betrifft, spricht man auch von der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (paVK, englisch PAOD), im Volksmund auch Schaufensterkrankheit genannt, da der Patient nur kurze Wegstrecken gehen kann und dieses überspielen möchte. Die Ursache der paVK liegt zu 95 Prozent in einer fortschreitenden Arteriosklerose (Arterienverkalkung).
- Woanders in der ICD nicht berücksichtigte Erkrankungen der Venen (Thrombose, Krampfaders u.a.m.), der Lymphgefäße und der Lymphknoten
- Sonstige Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, wie z.B. zu niedriger Blutdruck, Krampfadern der Speiseröhre etc.
Entwicklung der Arterienverkalkung und deren Folgen
Seit den Erkenntnissen von Prof. Linus Pauling weiß man, daß der Mensch (außer den Tieren) in seiner Leber kein Vitamin C synthetisieren kann, weil ihm das hierfür erforderliche Enzym L-Glukonolaktonoxydase fehlt (Genfehler). Das hat zur Folge, daß der hoch aggressive Sauerstoff mit seinen 36 fehlenden Elektronen auf der 2. Umlaufbahn (-4) und der 3. Umlaufbahn (-32) nach der Aufnahme in der Lunge als erstes die Zellen der Arterien angreift (oxydativer Stress) und sich dort sofort Elektronen aus den Arterienzellen "saugt", um seine eigenen Elektronenbahnen mit Elektronen "aufzufüllen" (=Vollbesetzung >Edelkonfiguration).
Dabei werden die Zellen so massiv zerstört, daß sie ihre Struktur verlieren. Bei weiterer Zerstörung platzen irgendwann die Arterienwände. So starben z. B. die Seeleute an Skorbut an inneren Verblutungen durch geplatzte Arterienwände, beginnend mit Zahnfleischbluten, ein Phänomen, das heute noch auf dem Zahnarztstuhl bei fast jedem zweiten Patienten zu finden ist!
Die fehlenden Elektronen kann sich Sauerstoff "normalerweise" aus dem Vitamin C "holen". Steht jedoch wie bei Skorbut keines zur Verfügung, "versorgt" sich Sauerstoff also aus dem umliegenden Gewebe wie den Arterien.
Erst als Captain Cook ab Anfang 1770 Früchte, Gemüse und insbesondere Fruchtsäfte in Flaschen mit an Bord nahm, erkrankten und starben die Seeleute nicht mehr Skorbut. Später erkannte die Wissenschaft, daß, wenn der Mensch etwas Vitamin C zu sich nimmt, er nicht mehr an Skorbut stirbt. Daraus wurde die Lehre von einem Apfel pro Tag entwickelt, eine fatale und gefährliche Fehler. Heute ist bekannt, daß eine Katze mit 4 kg Körpergewicht ca. 1000 mg Vitamin in ihrer Leber produziert. Wenn das auf das Körpergewicht von 80 kg beim Menschen umgerechnet wird, ergibt sich eine Vitamin C-Produktion von ca. 20.000 mg = 20 g Vitamin C! Das wäre rein rechnerisch sein Tagesbedarf. Der Fehlbestand wird über den Glucosestoffwechsel ausgeglichen.
Gleichwohl verlieren die Arterien täglich Millionen an Zellen, die entweder über die körpereigenen Erwachsenen Stammzellen (Adulte Stammzellen) ersetzt werden müssen, oder, weil deren Produktion zwischen dem 20. und ca. 60 Lebensjahr im Blut um ca. 80% nachläßt, weil das körpereigene Protein "L-Selectin" die Produktion blockiert (diese Blockade kann heute behoben werden) oder die entstehenden Arterienwandrisse müssen von innen "abgedichtet" werden. Hierfür wird in der Leber ein "Gemisch" aus dem (gefährlichen) Lipoprotein (Typ a), Zuckermolekülen und Gerinnungseiweißen hergestellt. Dieses Gemisch lagert sich in den Rissen der Arterienwände an, "verklebt" und verschließt so die Arterien, um das Platzen zu verhindern. Hierfür genügt in der Tat ca. 70-80 mg Vitamin C, woraus sich die gefährliche Lehre entwickelte, daß der Tagesbedarf des Menschen an Vitamin C in einem Apfel stecken würde.
Das Problem liegt darin, daß sich das Calcium (eigentlich auf dem Weg in die Knochen) im Blut genau dort an diese "klebrige" Gemisch anlagert, wo die Arterien "abgedichtet" wurden.
Die Arterienverkalkung ist also die direkte Folge des genetischen Fehlers in unserer Leber. Tiere (außer Affen und Meerschweinchen) bekommen deshalb keine Arterienverkalkung, weil sie soviel Vitamin C in ihrer Leber produzieren und dem elektronenarmen Sauerstoff soviel seiner Elektronen zur "Verfügung stellt", wie er benötigt und aus diesem Grunde deshalb keine Arterienschäden durch Zellzerstörungen und damit keine Arterienverkalkungen entstehen können.
Der Prozeß der Arterienverkalkung bei den Menschen ist sehr individuell und im zeitlichen Ablauf verschieden. Bei den einen geht es sehr langsam, bei den anderen kann es sehr schnell gehen. Woran das liegt, läßt sich oft schwer erklären. Raucher beispielsweise verbrauchen zur Entgiftung und Beseitigung der entstehenden Freien Radikale 50-100 mg Vitamin C ca. pro Zigarette, das sie am Tage nie zu sich nehmen. Bei 20 Zigaretten sind das leicht 1000-2000 mg Vitamin C, die sie pro Tag benötigen, aber nicht bekommen.
Jetzt läßt sich erklären, wie Alzheimer entstehen kann. Durch die Arterienverkalkung sterben Nervenzellen, deren Strukturen zwar zerfallen, aber nicht abtransportiert werden können. Dr. Alois Alzheimer erkannte zwar, das die nach ihm benannte Alzheimer Krankheit aus zerfallenen Zellen besteht (Plaques) wie oben bereits beschrieben. Nur die wahre Ursache erkannte er nicht. Prof. Linus Pauling gelang der wissenschaftliche Durchbruch mit der Erforschung der Arterienverkaklung.
Jetzt läßt sich auch leicht erklären, daß viele Erkrankungen auf der Basis der Arterienverkalkung mit absterben der Zellen entsteht. Dieses sind u.a. Kleinhirnathrophie (Gleichgewichtsstörungen), Parkinson (Arterienverkalkung im Mittelhirn und damit fehlenden Dopamins), Multiple Sklerose (MS) = Verkalkung der Rückenmarksarterien und damit absterben der motorischen Rückenmarksnerven im LWS-Bereich mit Lähmung der Beinmuskeln, ebenfalls Amyotrophe Lateral-Sklerose (ALS), wobei die motorischen Nervenzellen der Rückenmarks im BWS-Bereich absterben (Tod bei vollem Bewußtsein durch Ersticken!), nur um einige Beispiele der Nervendegenerationen zu benennen.
Weitere Beispiele durch Arterienverkalkung sind: Herzinfarkt (absterben der Herzmuskelzellen), Schlaganfall (drei Formen: 1. langsame Verkalkung bis zum Hirnausfall (allgemeine Demenz) dann zwei Sonderformen: 1. platzen einer Hirnarterie mit nachfolgendem Hämatom (Bluterguß in die entsprechende Hirnregion wie Skorbut!), 2. Thrombose= leichteste Form und klinisch schnell zu beheben), Raucherbein (Verkalkung der Beinarterien mit ihren Folgen, langsame Erblindung (Verkalkung der Augenarterien), zunehmende Ertaubung (Verkalkung der Innenohrarterien) und viele Erscheinungen mehr. Warum die einen Menschen die eine oder andere Form bekommen, ist noch nicht erforscht und wahrscheinlich genetisch oder erblich bedingt.
Bekannt ist auch, daß Omega-3-Fettsäuren an der Verlangsamung der Arterienverkalkung beitragen, aber auch Vitamin D3 z.B. aus Fisch bzw. Sonneneinstrahlung zur Vitamin D-Synthese in der Leber, um freie Calciumanteile zu binden und den Knochen zuzuführen..
Im Vordergrund muß aber immer stehen: Vitamin C muß als Elektronenlieferant jeden Tag in größtmöglicher Dosierung aufgenommen werden, um die Zellen vor dem aggressiven molekularen Sauerstoff zu schützen (Alterungs- und Zerstörungsprozess). Wenn es über die Ernährung nicht ausreicht 8 (z.B. bei Erkrankungen, Entzündungen, auch Schmerzen u.a.), therapeutisch mit Injektionen (bis 4000 mg i.v.) oder per Infusion (ab 7,5 g).
Dr. med. Morell (verstorben) hat dem Autor 1977 folgendes Zitat mit auf den Weg gegeben: "Versuchen Sie die Medizin durch die physikalische Brille zu sehen, dann werden Sie viel mehr viel schneller verstehen!" Er hatte Recht.
(Autor: Leonhard Blume)

