Nutzen von Leinöl

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Der Nutzen von Leinöl

Leinöl wird aus den Samen von Flachs (Linum usitatissimum) gewonnen und ist damit ein reines Pflanzenöl. Es besitzt eine vielfältige Anwendbarkeit sowohl in technischer als auch in medizinischer Hinsicht. So wird Leinöl von alters her als Bindemittel für Ölfarben, zur Konservierung von Holz und zum Korrosionsschutz eingesetzt. Auch seine Verwendung als Nahrungsbestandteil und für medizinische Zwecke (Hausmittel gegen Husten und Magenbeschwerden) ist lange bekannt. Bereits in der Antike verwendete Hippokrates, der berühmteste Arzt seiner Zeit, Leinöl als Heilmittel.

Die Fettforscherin Dr. Johanna Budwig prognostizierte bereits vor Jahrzehnten die gesundheitsfördernde Wirkung des Leinöls und machte es zum Hauptbestandteil ihrer Öl-Eiweiß-Kost. Die moderne medizinische Forschung und die Erkenntnisse der biochemischen Zusammenhänge im Bereich des Stoffwechsels der essenziellen Fettsäuren haben belegt, dass Leinöl vielfältige Wirkungen auf die Gesundheit besitzt. Diese Wirkungen erstrecken sich sowohl auf die Gesundheitsvorsorge (Schwangerschaft, Embryonalentwicklung), als auch auf die Prävention und Behandlung von Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Entzündungsprozesse, Depression, und Morbus Alzheimer. Auch ein präventiver Effekt bei der Entstehung von Krebs wird diskutiert.

Die medizinischen Wirkungen beruhen auf der außergewöhnlichen Zusammensetzung des Leinöls. Es besteht zu über 90 Prozent aus ungesättigten und nur zu weniger als zehn Prozent aus gesättigten Fettsäuren. Bei den ungesättigten Fettsäuren besitzt die Alpha-Linolensäure (ALA) mit über 50 Prozent den höchsten Anteil, die Linolsäure (LA) und Ölsäure sind zu jeweils etwa 18 Prozent vertreten. ALA (Omega-3) und LA (Omega-6) gehören zu den essenziellen Fettsäuren. Die medizinischen Wirkungen werden sowohl ALA und LA selbst als auch Omega-3-Fettsäuren, die aus ALA im Körper entstehen, zugeschrieben.

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