Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6
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Omega-6 sollte im richtigen Verhältnis zu Omega-3 aufgenommen werden. Das ist aus mehreren Gründen wichtig:
1. Konkurrenz um die Enzyme: Aus der Omega-3-Familie braucht unser Körper sowohl die Alpha-Linolensäure (ALA) als auch die Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA). Dabei muss nur ALA zwingend über die Nahrung aufgenommen werden. Aus ihr können dann enzymatisch die beiden anderen Fettsäuren synthetisiert werden. Das Problem: Die gleichen Enzyme, die für diese wichtige Synthese verantwortlich sind, verstoffwechseln auch die Omega-6-Fettsäuren. Es herrscht also sozusagen ein Konkurrenzkampf um die Enzyme, bei dem gilt: Je kleiner der Quotient Omega-6 zu Omega-3, desto größer wird die Chance, dass die wichtigen Zellmembranbausteine EPA und DHA synthetisiert werden können.
2. Ausgeglichene Konsequenzen: Vereinfacht gesagt wird Omega-6 enzymatisch zu entzündungsfördernden Folgestoffen und Omega-3 wird zu entzündungshemmenden Folgestoffen synthetisiert. Wenn beide Fettsäuren im richtigen Verhältnis zueinander aufgenommen werden, bedeutet dies auch, dass die Folgestoffe im ausgewogenen Verhältnis gebildet werden – eine wichtige Voraussetzung für eine optimale Zellgesundheit. Dieses chemische Gleichgewicht spielt eine Rolle bei: Koronarer Herzkrankheit, Arteriosklerose, Thrombozytenaggregation, Blutdruckentwicklung, Vasokonstriktion, rheumatischen und entzündlichen Prozessen.
Verhältnisse Omega-6 zu Omega-3 In der heutigen westlichen Ernährungsform liegt das reale Verhältnis im Durchschnitt bei 20:1 (Omega-6 zu Omega-3). Folgt man den Vorgaben der Natur, sollte Omega-6 zu Omega-3 aber im Verhältnis 2:1 bis 5:1 aufgenommen werden, in der Muttermilch liegt es sogar bei 2:1 bis 1:1. Auch vor der Zeit von Massentierhaltung und industrieller Nahrungsmittelproduktion – als die Fettaufnahme nur über Öle, spezielle Gemüsesorten oder Fische möglich war – lag das Verhältnis bei ungefähr 2:1.
Empfehlungen Bis heute finden sich zu diesem Thema allerdings die verschiedensten Angaben. So schwanken die Empfehlungen ernährungswissenschaftlicher Institute über das „richtige“ Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 von 5:1 bis 10:1. Auf Einladung des „National Institute of Health“ fand vor einigen Jahren ein Kongress aller führenden Omega-3-Forscher statt. Die Spezialisten verabschiedeten eine Richtlinie, nach der für eine optimale Gesundheit Omega-6 und Omega-3-Fette im Verhältnis 1:1 mit der Nahrung aufgenommen werden sollten. Diese Empfehlung ist deutlich Omega-3-lastiger als die danach durch die DGE oder andere wirtschaftsnahe Institute veröffentlichten Angaben.


